Versicherungs-News

Bleiben Sie immer auf dem neuesten Stand: Ob aktuelle Neuigkeiten, wichtige Änderungen oder hilfreiche und gewinnbringende Tipps – wir informieren Sie regelmäßig über alles Wichtige. Schauen Sie daher regelmäßig vorbei, um nichts zu verpassen und von unseren Updates zu profitieren.

Aktuelle News

Arbeitsrechtsschutz gewinnt durch Wirtschaftsflaute an Bedeutung
Die lahmende Konjunktur und die daraus resultierenden Jobverluste haben im ersten Halbjahr 2026 sowohl für steigendes Interesse an Rechtsschutzpolicen als auch für höhere Leistungsausgaben im Arbeitsrechtsschutz gesorgt. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erwartet für das Gesamtjahr ein Beitragswachstum von 4,5 Prozent in der Sparte. „Wenn Unternehmen Stellen abbauen oder umstrukturieren, nehmen auch die Konflikte […]
Ombudsstelle für Investmentfonds ächzt unter (KI-gestütztem?) Beschwerdeanstieg
Die Ombudsstelle für Investmentfonds steht Anlegern als behördlich anerkannte Verbraucherschlichtungsstelle offen, wenn es zu Streitigkeiten über Fondsprodukte oder Finanzdienstleistungen nach dem Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) kommt. Für den Betrieb sorgt der Fondsverband BVI. Der kürzlich veröffentlichte Jahresbericht der Ombudsstelle für 2025 vermeldet zwar zunächst eine positive Tendenz: Lediglich 138 Eingaben wurden im vergangenen Jahr verzeichnet, ein Rückgang […]

OLG-Urteil: Meldefristen gelten auch ohne Hinweis auf Rechtsfolgen

In der privaten Unfallversicherung sind Meldefristen üblich, innerhalb derer ein Geschädigter seine Invalidität feststellen lassen und dem Versicherer mitteilen muss. Meist hat er dazu 15 Monate nach dem Unfall Zeit, manche Verträge lassen auch bis zu 24 Monate zu. Wird die gesetzte Frist versäumt, erlischt der Anspruch auf Versicherungsleistungen – auch wenn der Versicherer nicht explizit auf diese Rechtsfolge hingewiesen hat. Das wurde nun vom Oberlandesgericht Braunschweig bestätigt (Aktenzeichen 11 U 11/23), nachdem das dortige Landesgericht zuvor anders entschieden hatte.

Geklagt hatte ein Mann, der von einer Leiter gestürzt war und sich dabei eine Wirbelsäulenfraktur mit folgender 20-prozentiger Invalidität zugezogen hatte. Obwohl sein Versicherer ihn auf die 21-monatige Meldefrist aufmerksam machte, meldete der Mann den Schadenfall verspätet. Vor Gericht berief er sich darauf, nicht über die mögliche Rechtsfolge einer Leistungsverweigerung hingewiesen worden zu sein. Die OLG-Richter befanden hingegen, die Formulierung „Der Anspruch auf Invaliditätsleistung muss innerhalb von 21 Monaten nach dem Unfall von einem Arzt schriftlich festgestellt und bei uns geltend gemacht werden“ vermittle eindeutig genug, dass bei Nichteinhaltung der Frist negative Konsequenzen drohen.